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19.03.2025
Corinna Schattauer im Interview mit dem Leibniz-Magazin über ihren Band »Weibliche Handlungsmacht und Mobilität«

Kommerzielle Schönheitskonkurrenzen ziehen die Menschen seit über hundert Jahren in ihren Bann. In Deutschland können sie spätestens seit 1909 beobachtet werden. Richtig Fahrt nehmen sie aber erst in den 1920er Jahren auf, während der Weimarer Republik - einer Zeit, in der die Zeitgenoss:innen von der äußeren Erscheinung ihres Selbst und ihrer Mitmenschen geradezu besessen waren. Die Arbeit untersucht die Schönheitskonkurrenzen zwischen 1909 und 1933 in ihren lokalen, regionalen, nationalen und transnationalen Vernetzungen und leistet damit Grundlagenarbeit. Dabei stehen die Frauen als ökonomische Akteurinnen im Mittelpunkt. Die Untersuchung zeigt, dass sie zwar von gesellschaftlichen Normen und patriarchalen Strukturen abhängig waren, es ihnen aber dennoch gelang, ihre Handlungsmacht gezielt zu nutzen, um räumlich und sozial mobil zu werden - und Karriere zu machen.
Corinna Schattauer war 2021 Stipendiatin des IEG und arbeitete hier an ihrer Dissertation. Im letzten Jahr ist die Monografie als Band 271 der Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte (VIEG) bei Vandenhoeck & Ruprecht – auch im Open Access – veröffentlicht worden. Auch in der Sendung SWR Kultur am Mittag war Schattauer bereits zu Gast, um über ihre Dissertation zu sprechen.
Das Interview mit Corinna Schattauer ist im Leibniz-Magazin erschienen und kann über den untenstehenden Link aufgerufen werden.